LESEZEIT: 5 MINUTEN

Durex Play Touch – Produkttest

Durex, Durex – irgendwie bringt man das normalerweise mit kleinen Regenjacken in Verbindung. Gelegentlich assoziiert man den Hersteller auch mit schmackhaften Cremes aus der Tube. Das Produkt, das wir uns hier näher ansehen wollen, passt nicht wirklich in das, was man mit diesem Hersteller in Verbindung bringt.

Aussehen:

Fangen wir zunächst mit dem Aussehen der Verpackung an. Sie soll ja zum einem Lust auf das Produkt machen, zum anderen aber, den Neugierigen Beobachter des Handgepäcks die Lust an einer weiteren Inspizierung nehmen:

Hält man die Verpackung das erste Mal in den Händen, wird man unbewusst an eine übergroße Kaugummipackung erinnert. Die brombeerfarbene Bauchbinde mit dezenten Streifen unterstützt den ersten Eindruck. In Zentraler Position findet sich ein wohlbekannter Schriftzug – Durex.

Die Banderole ist schnell und einfach entfernt – das ist ja nicht immer so. Der Versuch einer neu erworbenen CD die Schutzhülle zu entreisen ist deutlich schwerer und nervenaufreibender.

Vor uns liegt jetzt ein nacktes weißes Kästchen. Auf der Vorderseite prangt ein dezenter Schriftzug – Durex. Was sich darin verbirgt kann man so nicht erkennen. Der zufällige Betrachter wird die Box eher für ein kleines Notfallköfferchen halten – was ja nicht zwingend  falsch sein muss.

An der Seite findet sich ein leicht aufgesetzter Knopf. Achtung, das ist nicht wörtlich zu verstehen. Zum einen ist mir beim Schreiben dieser Zeilen nichts besseres eingefallen, das diesen Schnapper besser umschreibt. Zum anderen fordert die Aufschrift „play“ gerade zu auf, solch eine Umschreibung zu verwenden.
Abschließend betrachtet verrät die Verpackung nichts über Ihren Inhalt. Sie verspricht aber, sein kleines Geheimnis für sich zu behalten und das ganze auch noch hygienisch aufzubewahren. Wer bedenken hat, bezüglich des geprägten Schriftzugs, wird bestimmt einen Aufkleber finden, der sich über den Schriftzug anbringen lässt.

Bedienung:

Fangen wir zunächst ganz klein an – mit der Verpackung. Das öffnen stellt sich für Grobmotoriker – wie mich, zunächst vor ein unüberwindbares Hindernis. Frau hat es aber schnell heraus gehabt – man hat dazu gelernt.
Zum Öffnen empfiehlt es sich daher die Daumenkuppe leicht unter den Play-Knopf zu schieben. Drückt man jetzt leicht den Schnapper weg, lässt sich der Deckel leicht nach oben schieben. Das sollte das Überleben reich verzierter Fingernägel verlängern. Wenn man das zwei, drei mal gemacht hat, funktioniert das ohne weitere Probleme.

Geschafft, der Durex-Koffer gibt sein Geheimnis preis.

Outfit-Beschreibung Teil 2:

Der Inhalt des Kästchens wirkt vom ersten Augenblick aufgeräumt, sachlich und nüchtern.

Was finden wir darin:
Einen komisch zulaufenden Fingeraufsatz, der auf der Oberseite einen der beiden Vibratoren angebracht hat. Mit etwas Phantasie kann man den Eindruck erhalten, dass hier ein Designer der Star-Trek Serie zum Zuge kam.

Das Gerät dürfte für die meisten schlanken Frauenhände geeignet sein. Für mich, männlich mit der Handschuhgröße 10 ist das Ding zu klein. Ich habe immer wieder das Gefühl, das der Fingerhut vom Finger rutscht. Da kann Man(n) nicht wirklich in Stimmung kommen, wenn er bei einer Partnermassage immer krampfhaft den Finger durchgestreckt halten muss, damit er nicht im falschen Augenblick panisch nach dem vibrierenden Fingerschmeichler greift.

Der Vibrationsaufsatz ist schon beim ersten Öffnen auf dem Fingerhut angebracht. Der Herstellerschriftzug ist gleichzeitig der Ein- und Ausschalter für den Aufsatz.

Neben dem vormontierten Aufsatz liegt ein weiterer Aufsatz schon in der Packung parat. Hinweis am Rande, man sollte vor dem ersten Einsatz sich schon mal ansehen wie der Vibrationsaufsatz ausgetauscht wird. Das ist ein bischen fummelig und der Zeitpunkt, zu dem man das erste Mal den Vibro-Aufsatz austauschen möchte, wird wahrscheinlich immer der falsche sein. Vor allem, wenn man es daran gerade mal eilig haben sollte.

Handhabung:

Die Handhabung ist wohl das, was der Anwenderin/dem Anwender am Meisten interessiert.
Schaltet man das Gerät an, hört man sofort ein deutliches „brummgeräusch“. Geräuschempfindliche Leute werden diese brummen als unangenehm wahrnehmen, man gewöhnt sich aber sehr schnell an das surren und nimmt es dann nicht mehr als sehr störend wahr. Zur Not kann man ja romantische Hintergrundbeschallung etwas lauter stellen.

Die Vibrationsbewegung ist deutlich zu spüren. Die Stärke der Vibration kann man am Gerät selber nicht regulieren. Durch ein Drehen des Aufsatzes lässt sich die Intensität des Gerätes durchaus angenehm regulieren. Legt man den Vibro-Aufsatz direkt an, ist die Vibration deutlich zu spüren. Dreht man die Kuppe so, dass nur noch der Fingeraufsatz aufliegt, nimmt die Vibration deutlich ab. So lässt sich mit einer leichten Handbewegung das Erlebnis deutlich regulieren. Durch die komische Form kann das Gerät zielgenau an die entsprechende Stelle geführt werden und erlaubt so einen zielgenauen Einsatz.

Bei der Partnermassage leistet der kleine Apparat auch gute Dienste. Hier muss sich der Partner, der das Gerät führt eventuell an den vibrierenden Fingeraufsatz gewöhnen. Ob er damit klarkommt, ist wahrscheinlich geschmackssache.

Anmerkung: Eine übermäßige Belastung des Fingers / der Hand konnten wir beim Einsatz jetzt nicht feststellen.

Fazit:

Generell mach Durex mit seinem Gerät eine gute Figur. Sollte Frau mal wieder alleine auf Geschäftsreise oder im trauten Heim sein, dürfte das durchaus eine Entspannungsmöglichkeit darstellen. Sollte Frau bedenken haben, bezüglich der Lautstärke, dämpft schon das einfache Bettlaken das Brummen fast ins Unhörbare.

Für die romantischen Stunden in trauter Zweisamkeit, bieten sich ganz neue Möglichkeiten der Partnermassage. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wermutstropfen ist zum einem die Größe des Fingerkuppenaufsatzes, was aber verschmerzbar ist. Zum anderen das nicht unüberhörbare Surren des Gerätes.

Kann man darüber hinwegsehen, ist das Gerät durchaus empfehlenswert. Wir hatten damit viel Spaß und können es daher überzeugt weiterempfehlen.